In der Ferne zu Hause? Minderheiten und Geflüchtete in Europa
August/September 2022

Bei der georgisch-ukrainisch-deutschen Jugendbegegnung beschäftigten sich die Teilnehmer:innen intensiv mit dem Status und der Situation von Minderheiten und Geflüchteten in diesen drei Ländern. Dabei verbrachten die 30 jungen Menschen im Alter von 17 bis 28 Jahren je eine Woche in Dresden und in der Hauptstadt Georgiens, Tbilissi. Zum Programm gehörten u.a. Gespräche mit Vertreter:innen von Migrant:innen- und Minderheitenorganisationen. Angesichts des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine setzten sich die Teilnehmer:innen besonders mit der Situation ukrainischer Geflüchteter vor Ort auseinander. Bei einer Exkursion nach Bautzen konnte die Gruppe vielfältige Einblicke in das politische und kulturelle Leben der Sorb:innen erlangen. Nicht zuletzt waren die zahlreichen Ausflüge und Gruppenaktivitäten ein besonderes Highlight, welches sowohl die Kultur der beteiligten Länder als auch die Teilnehmer:innen untereinander näher zusammenbrachte.

Das Projekt wurde vom Politischen Jugendring (PJR) Dresden e.V. organisiert.

Ich bin die Zeit
März 2021

Während der deutsch-russischen Begegnung zum Thema „Erinnerungskultur“ tauchten die Teilnehmer*innen virtuell in die Geschichte der beiden Partnerstädte Dresden und St. Petersburg ein.


Es fanden u.a. digitale Exkursionen zu Denkmälern und Orten in St. Petersburg sowie Interviews mit Zeitzeug*innen der Leningrader Blockade statt. Im zweiten Teil des Austausches stand die Friedliche Revolution (1989/90) in Dresden und Sachsen im Vordergrund. Ergebnis der Begegnung waren digitale Abschluss-Performances, in welchen die Teilnehmer*innen in künstlerischer Form festhielten, woran sie erinnern möchten.


Das Projekt wurde vom Politischer Jugendring (PJR) Dresden e.V. organisiert.

Routes & Roots
September 2019

Der deutsch-russisch-ukrainische Jugendaustausch setzte sich auf vielfältige Weise mit dem Thema „Identität“ auseinander. So luden eine Reihe von Workshops, Exkursionen, Diskussionen und Projekte dazu ein, verschiedene Aspekte des Themas zu erkunden. Auch „kontroverse Themen“ blieben dabei nicht außen vor, wenngleich es wichtig war, dafür eine möglichst angenehme Atmosphäre zu schaffen. Gemeinsames Kochen und Wandern, Ausflüge in den Nationalpark Sächsische Schweiz sowie nach Dresden und Leipzig rundeten das 10-tägige Programm ab.

Meeting Media
Juli 2017

„Twitter-Revolution“, Cyber-War, Fake News oder „Lügenpresse“ – über diese und viele weitere Themen diskutierten 20 junge Erwachsene aus der Ukraine und Deutschland während der Jugendbegegnung „Meeting Media: Chances and Risks – a Ukrainian-German Experience“. Das Programm beinhaltete u.a. Treffen mit deutschen und ukrainischen Journalist*innen sowie den Besuch von zwei Redaktionen. Ziel des Austausches war es, neben der Medienkompetenz auch soziale, methodische und interkulturelle Fähigkeiten auszubauen. Letzteres kam ganz sicher nicht zu kurz: Während der Begegnung konnten die Teilnehmer*innen gleich zwei ukrainische Städte – Lviv und Kyiv – kennenlernen und wohnten für einige Tage in Gastfamilien.

Meet, connect and overcome borders!
August 2016

Aufgrund der vielen positiven Eindrücke der Begegnung in Kyiv und dem Wunsch, die Themen weiter zu vertiefen und zu diskutieren, fand im Sommer 2016 ein Gegenaustausch in Leipzig statt. Durch die Besichtigung verschiedener Gedenkorte, eine Exkursion nach Berlin sowie Treffen mit Zeitzeug*innen und Angehörigen unterschiedlicher Religionsgemeinschaften bot das Programm die Möglichkeit, sich auf vielfältige Weise mit der Geschichte und Gesellschaft Deutschlands auseinanderzusetzen, zu diskutieren, wie man Grenzen überwinden kann und wie ein friedliches Zusammenleben möglich ist. Von besonderer Bedeutung war dabei die Thematisierung von „Ost“ und „West“ – in Deutschland, in der Ukraine und global. Die Teilnehmenden erarbeiteten dazu eine Ausstellung, die auf dem Blog des Projekts einsehbar ist.

Leipzig goes Kyiv
März 2016

Durch die Maidan-Revolution und den Konflikt im Osten des Landes wurde die Ukraine ab 2013/14 stärker ins Bewusstsein der Menschen in den westeuropäischen Ländern gerückt. Mit dem Ziel mehr über die politischen Ereignisse, aber insbesondere auch über die Wünsche und Hoffnungen junger Ukrainer*innen zu erfahren, reisten im März 2016 fünfzehn deutsche Studierende nach Kyiv. Im Austausch mit den ukrainischen Studierenden lernten die Teilnehmenden nicht nur die Stadt kennen, sondern erfuhren auch viel Neues über die ukrainische Geschichte, Kultur und Politik. Neben Führungen, Gesprächen und Exkursionen hatten die Teilnehmenden natürlich viel Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen, u.a. in den Gastfamilien. Dadurch entstanden viele enge Kontakte und schnell stand der Wunsch eines Wiedersehens in Deutschland fest.